Links setzen, und zwar richtig

Ein Netzwerk, das symbolisch für Links auf Websites steht

Links sind der Pattex des Internets. Und doch wird das Potenzial unterschätzt und liegengelassen. Ich vermute, das am häufigsten verlinkte Wort im Netz ist „hier“.

‼️ Der wichtigste Tipp:
Generische Texte wie „hier klicken“ oder „mehr erfahren“ sind tabu.

Links können so viel mehr leisten und den Erfolg deiner Website erhöhen. Richtig gesetzt, sind sie ausgesprochen wirksame Hebel für eine bessere User Experience für deine Nutzer und mehr Sichtbarkeit im Netz.

Links setzen, die Theorie

Oder gleich zum praktischen Teil.

In ihrer einfachsten Form ist eine Website eine Reihe miteinander verknüpfter Webseiten mit Content. Und das Internet ist nichts anderes als ein riesiges Netzwerk miteinander verknüpfter Websites.

Im Kontext einer Website heißt ein Link eigentlich Hyperlink und ist eine klickbare Verknüpfung zwischen zwei Internetseiten (⬅️ das ist ein Link). Es gibt verschiedene Arten von Links, zum Beispiel „interne“ und „externe“ Links.

Interne Links sind Links innerhalb der eigenen Website. Das kann zum einen auf der gleichen Seite sein, wie das Inhaltsverzeichnis oben. Oder es kann innerhalb der Website sein, z. B. wenn du einen Blogartikel schreibst und von da auf einen anderen deiner Blogartikel verlinkst.

Ein externer Link hingegen ist ein Link, der zu einer anderen Website führt, wenn du also z. B. einen Blogartikel schreibst und darin auf eine andere Website verlinkst.

Wenn du die Maus über einen Link bewegst, verwandelt sich der Mauspfeil in eine kleine Hand.

Warum verlinken?

Das Verlinken ist aus mindestens 4 Gründen wichtig:

  1. Links führen Besucher durch das digitale Produkt und zu weiteren relevanten Inhalten (A+ für Benutzererfahrung). Mehrwert senkt Absprungraten.
  2. Links sorgen dafür, dass Besucher deine Seite besser finden (über Google), sie gehören zur Onpage-Optimierung (SEO). Backlinks sind ein Kapitel für sich, gehören zur Offpage-Optimierung und thematisiere ich nicht in diesem Post.
  3. Links als Calls-to-Action fordern Besucher zum Handeln auf (verbessert die Conversion-Optimierung).
  4. Links übertragen Autorität von einer Seite auf eine andere (gut für die Suchmaschinenoptimierung).

Doch einfach nur Links zu setzen, reicht nicht. Sie müssen durchdacht und strategisch platziert werden. Dazu kommen wir gleich im praktischen Teil. Erst noch die letzten theoretischen Infos, die bei der erfolgreichen Verlinkung hilfreich sind.

Das Konzept des Verlinkens ist simple. Es gibt 2 Teile: der Linktext und das Linkziel. Wobei der Linktext auch ein Bild oder jedes andere HTML-Element sein kann. Aber bleiben wir der einfachheitshalber beim Linktext als Beispiel.

Linktext = der sichtbare Text auf der Website

Der Linktext ist der Teil des Links, der für Nutzer auf einer Website sichtbar ist. Das kann der Text im Menü sein (also in der Navigation), im Content und natürlich auch als Call-to-Action (CTA) oder Button (⬅️ hier ist der Linktext zum Beispiel „Call-to-Action (CTA) oder Button“).

Linktext
⬇️
Call-to-Action (CTA) oder Button

Linkziel = die URL im Code im Hintergrund

Klickt ein Nutzer nun auf den Linktext, wird er zu der angegebenen URL-Adresse weitergeleitet (Was eine URL ist? ⬆️ ist sie z. B.: https://ingebateman.de/buttons-mit-ux-writing-optimieren/ – die URL kennst du auch aus der Adresszeile im Browser).

Das ist das Linkziel und der Pfad, der zu einer bestimmten Seite oder Datei führt. Das kann innerhalb deiner Website sein (interner Link), zu einer anderen Website sein (externer Link), eine E-Mail-Adresse, zu einem Bild, einer PDF-Datei oder jedes andere Dokument sein.

Damit der Link funktioniert, wird im Code ein HTML-Link gesetzt, der unter anderem die URL des Linkziels enthält. Wer ein Content Management System wie WordPress nutzt, braucht sich nicht weiter mit dem Code zu befassen, sondern kann einfach die URL eingeben – eins der vielen Vorteile eines CMS‘.

HTML-Code mit Linkziel (unten fett markiert). Der Linktext wird in diesem Code eingefügt.
⬇️
<a href=“https://ingebateman.de/microcopy-kleine-worte-grosse-wirkung/„>Call-to-Action (CTA) oder Button</a>

Kommen wir nun zum praktischen Teil und wie du geschickt verlinkst.

Links setzen, die Praxis

Auf geht’s … 

Linktext: Sag konkret, worum es geht

Ein Linktext sollte genau das beschreiben, was der Nutzer auf der verlinkten Seite erwartet.

Beispiele aus der Praxis:

  • „Jetzt kostenlos herunterladen“ (mit Link zu einer PDF-Datei)
  • „Erfahre mehr über die Mitgliedschaft“ (mit Link zu einer Landingpage)
  • „die Wegbeschreibung zur Ausstellung“ (mit seitenexternen Link zu Google Maps)

Klare, beschreibende Linktexte helfen dem Nutzer, aber auch den Suchmaschinen, den Inhalt deiner Seite besser zu verstehen.

🚀 Strategie-Tipp:
Verlinke relevante Keywords, die auch für SEO eine Rolle spielen, aber übertreibe es nicht. Der Text sollte natürlich wirken.

Baue eine interne Linkstruktur auf, die deine wichtigsten Inhalte miteinander verknüpft. Setze dazu Links zwischen den eigenen Seiten, wo es sinnvoll ist. Das erleichtert es dem Nutzer, innerhalb einer Website zu navigieren und die für ihn relevanten Inhalte zu finden.

Das einfachste Beispiel für interne Links ist das Menü. Aber auch jeder anderer Link, zum Beispiel von einem Blogartikel zu einem anderen. Interne Links sind nicht nur für die Navigation hilfreich, sondern auch für SEO. Sie können die Verweildauer der Nutzer erhöhen und so die Indexierung durch Suchmaschinen verbessern. Sie signalisieren Suchmaschinen, welche Seiten wichtig sind und wie sie zusammenhängen.

🚀 Strategie-Tipp:
Damit das sinnvolle Verlinken flott von der Hand geht, lege dir eine Tabelle an, in dem du alle deine Seiten und Blogartikel mit dem zugehörigen Link dokumentierst.

Nichts ist ärgerlicher für einen Nutzer, als auf einen Link zu klicken, der ins Leere führt. nebenbei sendet es auch an Google das Signal: diese Website wird nicht gepflegt.

Kaputte Links, also Links, die zu einer nicht mehr existierenden Seite führen, sind ein absolutes No-Go. Sie frustrieren die Nutzer und können sich negativ auf dein SEO-Ranking auswirken. Überprüfe regelmäßig alle Links auf deiner Website und korrigiere oder entferne kaputte Links sofort.

🚀 Strategie-Tipp:
Nutze ein Tool, um defekte Links zu finden. Das spart Zeit und sorgt dafür, dass deine Website immer up to date ist. Ich verwende dafür auf dem Mac das kostenlose Tool Integrity.

Ein Link, den keiner sieht, bringt nichts. Stelle sicher, dass deine Links deutlich erkennbar sind. Nutze eine andere Farbe, Unterstreichungen oder eine fett gedruckte Schrift, um Links hervorzuheben (meine sind z. B. blau und fett). Der Nutzer sollte auf Anhieb sehen, dass es sich um einen klickbaren Link handelt.

🚀 Strategie-Tipp:
Achte darauf, dass die Linkfarbe sich klar vom restlichen Text abhebt, aber auch zum Design deiner Seite passt. Ein Link sollte ins Auge fallen, ohne aufdringlich zu wirken.

Ein Call-to-Action (CTA) ist ein Link, der den Nutzer zu einer bestimmten Handlung auffordert, wie „Jetzt kaufen“ oder „Melde dich an“. Diese Links sind besonders wichtig, da sie Einfluss auf deine Conversion-Rate haben. Achte darauf, dass CTA-Links klar formuliert sind und sich visuell abheben.

Ankerlinks sind Links, die den Nutzer zu einer bestimmten Stelle auf derselben Seite bringen. Besonders bei langen Artikeln oder One-Page-Websites sind sie nützlich, um dem Nutzer eine schnelle Navigation zu ermöglichen. Setze Ankerlinks strategisch ein, um die User Experience zu verbessern. 

Die Inhaltsangabe oben ist ein Beispiel für Ankerlinks. Mit dem Klick auf eine Zwischenüberschrift kommst du direkt zum Abschnitt, ohne scrollen zu müssen.

🚀 UX-Tipp:
Nutze klare und aussagekräftige Ankerlink-Texte, die den Nutzer genau dahin bringen, wo er hinmöchte. Eine „Zurück nach oben“-Funktion am Ende langer Seiten kann ebenfalls hilfreich sein.

Externe Links, also Links auf andere Websites, können ebenfalls wertvoll sein – wenn sie richtig gesetzt werden. Verlinke auf vertrauenswürdige, thematisch passende Seiten. Google belohnt solche Links, da sie zeigen, dass du hochwertige Inhalte teilst. Allerdings solltest du es nicht übertreiben. Zu viele externe Links könnten die Nutzer von deiner Seite wegführen.

🚀 Strategie-Tipp:
Setze die Links so, dass sie in einem neuen Tab geöffnet werden. So bleiben Nutzer auf deiner Seite und können trotzdem den externen Inhalt sehen.

Verlinke gezielt und strategisch

Nicht jeder Link ist ein guter Link. Überlege dir genau, welche Seiten du verlinken willst. Verlinke auf Seiten, die für den Nutzer wirklich Mehrwert bieten und thematisch passend sind. Das kann ein weiterführender Artikel, eine Produktseite oder eine externe Quelle sein. Streue deine Links nicht wahllos, sondern setze sie gezielt.

🚀 Strategie-Tipp:
Achte darauf, dass keine Seite deiner Website eine Sackgasse ist. Jede Seite sollte mindestens einen internen Link enthalten, der die Nutzer weiterführt.

Mit Links hast du ein solides Werkzeug für deine Website – wenn sie richtig eingesetzt werden. Denke immer daran, dass Links nicht nur für Suchmaschinen, sondern insbesondere für deine Nutzer da sind. Sie sollten konkret formuliert und visuell erkennbar sein. Mit den richtigen Links führst du deine Nutzer durch deine Inhalte, verbesserst dein SEO und holst letztlich mehr aus deiner Website raus.

Also: Verlinke mit Köpfchen, und dein Business profitiert davon.

Generische Texte wie „hier klicken“ oder „mehr erfahren“ sind tabu.


Hashtag Team UX

Inge Bateman

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🏗️ Website-Aufbau
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👩‍💻 5+ Jahre UX Writer und Strategin
✍️ Davor 3+ Jahre Texten und Marketing im Bereich Tech
👩‍⚕️ Davor 10+ Jahre Therapeutin
🤹 Know-how: UX Writing, Content Design, Webdesign, Usability
🔄 Erfahrung im agilen Umfeld, Scrum Master
⚙️ Tech-Verständnis

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