Eigentlich waren SEO und UX einmal 2 Paar Schuhe

Zwei Kreise, die sich überlappen

Es gibt ein weitverbreitetes Missverständnis: Suchmaschinenoptimierung (SEO) und User Experience (UX)* stehen im Widerspruch zueinander und erfordern ein Balancieren. Mumpitz. Hier erfährst du, warum.

Googles Algorithmus als Ganzes, mit seinen derzeit wohl etwa 200 Faktoren, ist und bleibt ein Betriebsgeheimnis. Dennoch lassen sich aus regelmäßigen Veröffentlichungen – z. B. in deren Blog und im Status Dashboard – jede Menge wichtige Informationen ableiten, um besser zu verstehen, was du tun kannst, damit deine Website gut rankt.

Im Gegensatz zu SEO ist das primäre Ziel von UX die leichte Bedienbarkeit eines digitalen Produkts und zufriedene Nutzer – und nicht die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Auch wenn die Sichtbarkeit nicht das direkte Ziel von UX ist, hat sie einen unmittelbaren und riesengroßen Einfluss darauf. Der Reihe nach …

Bei User Experience (UX) geht es um die Nutzerfreundlichkeit eines Produkts

Viel passiert seit 2010

Das Wesentliche für ein gutes Ranking war früher SEO mit Keywords, Backlinks und Co. Das führte schon mal zu Keyword-Stuffing mit gutem Ranking für Spam-Websites. Google hat das Problem erkannt und gehandelt.

Gezielt benutzte Keywords und gute Backlinks sind nach wie vor wichtig, aber sie reichen schon lange nicht mehr aus, um eine optimale Platzierung in den SERPs (Suchmaschinenergebnissen) zu erreichen.

Warum SEO und UX zusammengehören

Seit 2010 hat Google Usern und die Art und Weise, wie sie mit einer Website interagieren, immer mehr Bedeutung gegeben.

SEO sorgt für Sichtbarkeit, UX für Zufriedenheit der Benutzer. Es geht nicht mehr darum, entweder dem einen oder dem anderen gerecht zu werden, vielmehr ergänzen sie sich.

Sukzessive wurden Updates eingespielt, die die Benutzerfreundlichkeit immer mehr in den Fokus rückten. Wichtige Rankingfaktoren von heute sind etwa schnelle Ladezeiten, Mobilfreundlichkeit und hilfreiche Inhalte.

Kurzum: Beim Ranking spielen heute Benutzer die entscheidende Rolle – mit ihrem Erlebnis auf der Seite, das sich in ihrem Verhalten widerspiegelt.

Google hat seinen Algorithmus in den vergangenen Jahren stark verändert, und UX ist inzwischen ein zentraler Bestandteil der Bewertung. Es geht nicht darum, SEO gegen UX auszuspielen – sie ergänzen sich.

SEO ist natürlich weiterhin wichtig, eine gute Keyword-Strategie erhöht die Chancen auf ein gutes Ranking. Aber das alleine ist eben nicht mehr besonders wirkungsvoll. Die beste Keyword-Strategie nützt jedoch nichts, wenn die Seite etwa ewig zum Laden braucht und Benutzer genervt wegklicken oder wenn die Seite nicht für mobile Endgeräte optimiert ist.

Google setzt auf UX

Eine schnelle Ladezeit (Update 2010) und die Mobilfreundlichkeit (Update 2015) sind schon lange ausschlaggebende Rankingfaktoren bei Google. Sie kommen Usern direkt zugute. Beides waren frühe Anzeichen für die Bedeutung von UX innerhalb der SEO.

Die Ladezeit ist in PageSpeed Insights gemessen und zeigt optimale Ergebnisse.
Messung der Ladezeit mit PageSpeed Insights

Seit 2022 dreht sich der Großteil der Algorithmus-Updates fast ausschließlich um die Benutzererfahrung. Google-Updates wie das Helpful Content Update (2022) oder die Core-Updates (2024) zielen explizit darauf ab, nutzerfreundliche Inhalte zu fördern. Websites mit schlechter UX – etwa durch minderwertigen Content – verlieren an Sichtbarkeit.

„Unsere Nutzer stehen an erster Stelle, alles Weitere folgt von selbst.“ So lautet der erste Punkt in der aktuellen Version der 10 Dinge“-Philosophie von Google (Stand: September 2024).

UX als SEO-Turbo

Wie beeinflusst nun eine gute User Experience SEO Ergebnisse? Es gibt unmittelbare Schnittmengen zwischen SEOs und UXlern. Eine gute UX verbessert direkt dein Ranking. Positive Signale an Google sind zum Beispiel:

  • Längere Verweildauer:
    Eine entscheidende Metrik in der Website-Analytik. Bleibt ein User länger, kann das ein Hinweis sein, dass er Inhalte auf der Website als wertvoll und interessant empfunden werden und entsprechend länger auf der Website bleibt. Sie gibt Aufschluss über die User Experience und die Usability deiner Seite.
  • Verringerung der Absprungrate:
    Eine gute UX trägt dazu bei, dass Benutzer länger auf einer Website bleiben. Eine hohe Absprungrate (Bounce Rate), insbesondere zurück auf die Suchergebnisseite, kann abhängig vom Kontext für Suchmaschinen ein Indikator sein, dass der Nutzer mit den Inhalten und der Qualität der Website unzufrieden ist.
  • Verbesserte mobile Nutzung: 
    Die mobile Optimierung der Website kann eine wichtige Rolle bei der UX und daher bei der SEO spielen. Immer mehr Menschen nutzen das Internet über ihr Smartphone oder Tablet, weshalb es wichtig ist, dass die Website auf allen Geräten reibungslos funktioniert und eine gute Benutzererfahrung bietet. Google hat bereits vor Jahren auf die Bewertung von Webinhalten basierend auf ihren mobilen Versionen umgestellt.
  • Höhere Nutzerfreundlichkeit: 
    Eine gute UX trägt dazu bei, dass Nutzer die Website leicht navigieren und schnell die gewünschten Informationen finden können. Das erhöht die Nutzerfreundlichkeit.
  • Click-Through-Rate (CTR):
    Klicks, Klicks, Klicks, auch das ist ein Indikator für eine gute User Experience. Je mehr deine User klicken, desto besser ist die Klickrate. Und somit dein Google-Ranking.

Je besser das Erlebnis deiner User auf deiner Website ist, desto höher positioniert dich Google in den Suchergebnissen.

Wie du mit UX deine Website für User (und Suchmaschinen) optimierst

  1. Navigation:
    Eine klare Struktur mit klarer Formulierung hilft Nutzern, Inhalte schnell zu finden – und Google ebenfalls.
  2. Ladezeit:
    Mit langsamen Seiten verlierst du potenzielle Benutzer und Kunden. Optimiere Bilder und verwende Caching-Plugins. Google merkt das!
  3. Mobilfreundlichkeit:
    Seit 2024 bewertet Google primär die mobile Version deiner Seite, die Desktop-Version ist unwichtig geworden. Responsive Design ist Pflicht.
  4. Interne Verlinkung:
    Fördert die Navigation und verteilt den PageRank. Ebenfalls ein wichtiges Signal an Google.
  5. Sicherheit:
    HTTPS ist ein Rankingfaktor und schafft Vertrauen. Ein weiteres Signal an Google.

Fazit: UX und SEO – große Schnittmenge

Suchmaschinenoptimierung ist heute ohne User Experience nicht denkbar. SEO und UX sind kein Widerspruch, vielmehr gibt es eine auffallende Überschneidung zwischen den Fachbereichen.

Wenn UX- und SEO-Experten Hand in Hand arbeiten, dann gibt es nur Gewinner. Stellst du den Benutzer in den Mittelpunkt, belohnt dich Google mit einem besseren Ranking.

Hashtag Team UX

Inge Bateman

Inge Bateman

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Inge Bateman

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Eckdaten

🗯️ Bilingual: Deutsch und Englisch
🖥️ UX
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🏗️ Website-Aufbau
🇬🇧🇺🇸 > 🇩🇪 Lokalisierung
👩‍💻 5+ Jahre UX Writer und Strategin
✍️ Davor 3+ Jahre Texten und Marketing im Bereich Tech
👩‍⚕️ Davor 10+ Jahre Therapeutin
🤹 Know-how: UX Writing, Content Design, Webdesign, Usability
🔄 Erfahrung im agilen Umfeld, Scrum Master
⚙️ Tech-Verständnis

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Ux analyse

UX-Analyse von LanguageTool: Deutsch 1+, UX nachsitzen

Deutsch 1+, UX Wackelkandidat. LanguageTool überprüft als Schreibassistent Rechtschreibung, Kommas und Co., das ist ausgesprochen hilfreich. Allerdings ist im Hinblick auf die UX Luft nach oben. Dabei ließe sich das (vermutlich) ohne großen finanziellen Aufwand verbessern.

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