Ist deine Website verständlich? UX kann helfen!

Du hast eine Website und denkst, das Thema Nutzerfreundlichkeit – auch als User Experience, kurz: UX bekannt – sei nur was für Tech-Riesen mit Millionen-Budgets? Diese Annahme könnte dein Business ausbremsen. Gute UX ist weder Luxus noch Bling-Bling. Mit ihr sorgst du für Klarheit, damit Besucher deiner Website sie auf Anhieb verstehen und intuitiv nutzen können. Das lädt dazu ein, auf deiner Seite zu bleiben, statt nach drei Sekunden das Kreuz oben rechts in der Ecke zu klicken.

Wusstest du, dass UX ist immer da ist, sobald ein digitales Produkt genutzt wird? Die Frage ist nur, gestaltest du sie bewusst oder überlässt du sie dem Zufall?

Eins vorweg: Wenn du gerade in die Selbstständigkeit startest und noch dabei bist, deine Website und Blog aufzubauen, dann muss UX nicht zwingend vom 1. Tag an Teil deines Business-Modells sein. Aber sobald die ersten Schritte gemacht sind, kann UX eine gute Unterstützung für den weiteren Erfolg sein.

Woher kommt die Überzeugung?

Vielleicht liegt es daran, dass Tech-Giganten wie Google und Apple Pioniere in Sachen UX und Usability waren. Oder daran, dass gut gemachte UX-Arbeit unsichtbar ist. Sie führt einfach wie durch eine unsichtbare Hand durch das digitale Produkt. Die richtigen Informationen sind zur richtigen Zeit, an der richtigen Stelle und im richtigen Format platziert. Und sie sind klar formuliert. Das Produkt lässt sich ohne groß nachzudenken nutzen.

UX wird oft mit schicken Designs, umfangreiche A/B-Tests und Buzzwords wie „Conversion-Optimierung“ in Verbindung gebracht wird. Alles Dinge, die schnell viel Geld kosten können. Klar, Tech-Giganten haben ganze Teams, die sich ausschließlich um UX und Usability kümmern. Sie investieren Unsummen darin. Aber das heißt nicht, dass UX nur für große Unternehmen relevant – und bezahlbar – ist.

Warum diese Haltung deinem Business schaden kann

Rollen wir es mal von hinten auf: Stell dir vor, du gehst in ein Geschäft und findest nichts, weil die Regale chaotisch angeordnet sind. Das Licht ist so schlecht, dass du die Preise kaum lesen kannst und niemand begrüßt dich. So in etwa fühlt sich eine Website mit schlechter UX an. Dabei ist es unerheblich, ob es eine kleine Boutique oder ein großes Kaufhaus ist. Denn so oder so, es ist nicht förderlich für das Business.

Marketing gehört für die meisten zum Business-Alltag: Website-Besucher sind potenzielle Kunden, die es zu überzeugen gilt.

Doch bevor sie Kunden werden, sind sie erst einmal Menschen, die mit deiner Website interagieren (oder im Beispiel oben: ins Geschäft gehen). Und genau hier entscheidet sich, ob sie bleiben oder gehen. Finden sie schnell, was sie suchen? Ist die Navigation logisch? Macht das Lesen Spaß oder strengt es an? All das fällt unter UX und beeinflusst ihre nächsten Schritte – ob sie kaufen, wiederkommen und dein Business weiterempfehlen.

UX bedeutet nichts anderes, als dass Menschen sich auf deiner Website leicht zurechtfinden und ohne Hürden das tun können, was sie wollen – sei es Informationen bekommen, etwas kaufen oder eine Anfrage stellen.

Ob Tech-Konzern oder Solo-Unternehmen ist irrelevant und die Haltung „UX? Das ist doch nur was für große Unternehmen“ entsprechend hinderlich. Denn sie hält davon ab, einfache Verbesserungen zu machen, die sofort für mehr Klarheit sorgen und so dein Business voranbringen. Wenn du dich nicht um die UX kümmerst, ignorierst du womöglich Probleme, die Besucher von deiner Website vergraulen können.

Die Wahrheit über UX

Es geht bei UX nicht darum, Benutzer glücklich zu machen. Und auch nicht darum, die neuesten Online-Trends zu nutzen. Es geht vielmehr um die sorgfältige Planung, mit der Absicht, die Bedürfnisse der Benutzer zu erfüllen, um Geschäftsziele zu erreichen. Unabhängig von der Größe eines Unternehmens, lässt sich UX bei der Entwicklung eines digitalen Produkts einsetzen – sei es die Firmen-Website, eine App oder Software.

Gute UX ist die Brücke zwischen der Absicht eines Users und die Funktionalität des digitalen Produkts. Ästhetik ist wichtig, es dreht bei UX sich allerdings um weit mehr. Ein digitales Produkt ist erst dann gelungen, wenn die Leute gar nicht merken, wie einfach es ist. Es FUNKTIONIERT einfach.

UX ist kein Extra, sondern das Fundament jeder guten Website. Sie besteht aus vielen kleinen unsichtbaren Hebel, die es Nutzern einfacher machen.

Ob großes oder kleines Unternehmen, UX ist immer dienlich.

Gute UX heißt nicht, dass du eine High-End-Design-Agentur brauchst. Es heißt, dass deine Website verständlich, angenehm und einfach zu nutzen ist. Und hat Einfluss darauf, ob Besucher bleiben oder abspringen – weil sie entspannt oder genervt sind. Du kannst die UX deiner Website mit kleinen Anpassungen sofort verbessern.

Du willst die UX deiner Website verbessern? So fängst du an!

Hier sind ein paar klassische UX-Stellschrauben, mit denen du loslegen kannst. So ganz ohne komplizierter Technik oder riesigem Budget:

  1. Schlechte Lesbarkeit:
    Wenn dein Text z. B. grün auf weiß oder pink auf schwarz ist, müssen sich Besucher anstrengen – und das tun sie nicht lange. Teste das Kontrastverhältnis deiner Farben mit kostenlosen Tools. Genaueres dazu findest du in dieser Anleitung für die bessere Lesbarkeit. Kommst du auf einen Wert, der größer ist als 7:1? Das ist nämlich die Richtlinie für eine gute Lesbarkeit.
  2. Verwirrendes Menü:
    Na klar, das Menü sollte logisch sein sowie sinnvoll platziert und untergliedert werden. Insbesondere bei Menü-Texten ist der Grundsatz: Klarheit, Kürze und keine kreativen Wortschöpfungen. Es sollte glasklar sein, was sich hinter dem jeweiligen Klick verbirgt. So muss der User nicht erst herausfinden, was gemeint ist. Das spart Zeit. Du hast ein Produkt mit dem Namen „SynergyMax Pro 3000“? Das gehört nicht in die Navigation, sondern zum Beispiel auf die Landingpage, auf der du das Produkt beschreibst und anbietest. Denn keiner weiß auf Anhieb, was es bedeutet.
  3. Nichtssagende Buttons:
    „Hier klicken“ ist keine Call-to-Action. Sag in 2 bis 5 Wörtern, was passiert, bestenfalls mit einem aktiven Verb („Jetzt anfragen“, „PDF downloaden“). Genaueres dazu findest du in diesem Blogpost: 6 UX Writing Tipps, die direkt zu mehr Button-Klicks führen.

Fazit: UX, dein Verkaufshelfer auf leisen Sohlen

Wenn du bisher gedacht hast, UX sei nur was für große Player, dann hat dir dieser Blogartikel vielleicht einen neuen Blick drauf geben können.

Ob kleines Business oder Großkonzern – bei UX geht es nicht darum, Benutzer glücklich zu machen oder Trends hinterherzujagen. Es geht darum, deine Website so zu planen und gestalten, dass sie deine Nutzer unterstützt. Eine gute UX sorgt dafür, dass Besucher sich zurechtfinden, bleiben und handeln. Gut gemacht, merken es Nutzer noch nicht einmal, es ist einfach alles an der richtigen Stelle und funktioniert reibungslos. Du kannst mit ein paar simplen Kniffen dafür sorgen, dass sie nicht frustriert abspringen.

Letztendlich ist es wirklich eine wunderbare Art, Geschäfte zu machen. Denn UX stellt den Menschen in den Mittelpunkt.

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Inge Bateman

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2 Kommentare zu „Ist deine Website verständlich? UX kann helfen!“

  1. Wow, jetzt weiß ich endlich, was UX bedeutet. Lieben dank schon mal dafür! Dank deines Beispiels mit dem Laden sollte es jedem klar sein, wie wichtig Benutzerfreundlichkeit einer Webseite ist. Denn ganz schnell ist das Kreuz oben rechts in der Ecke geklickt. Ich merke auch in meiner Werbeagentur, dass vielen Kunden einfach der Blick dafür fehlt. Das wird besonders dann schwierig, wenn sie Websites in Eigenregie gestalten. Das kann dann ganz schnell nach hinten losgehen, von daher super, dass du dafür sensibilisierst.

    1. Lieben Dank für deine Zeilen und das schöne Feedback, Susanne. Ja, erstaunlich, dass UX immer noch nicht im Mainstream angekommen ist. Denn weggeklickt, weil die UX einer Seite grottenschlecht war, das hat mit Sicherheit jeder schon zigmal. Ui, du hast eine Werbeagentur. Spannend, dann haben wir eine Schnittmenge. Websites in Eigenregie können ganz schön wild sein, oder?! Statt aufzuräumen ist es manchmal einfacher und schneller was Neues zu bauen, finde ich.

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Inge Bateman

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Hey, ich bin Inge, UX Writer mit Business-Faible. Digitale Produkte so zu gestalten, dass sie leicht verständlich und für Nutzende intuitiv zu nutzen sind, das ist Kern meiner Arbeit.

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Eckdaten

🗯️ Bilingual: Deutsch und Englisch
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📍Positionierung
🏗️ Website-Aufbau
🇬🇧🇺🇸 > 🇩🇪 Lokalisierung
👩‍💻 5+ Jahre UX Writer und Strategin
✍️ Davor 3+ Jahre Texten und Marketing im Bereich Tech
👩‍⚕️ Davor 10+ Jahre Therapeutin
🤹 Know-how: UX Writing, Content Design, Webdesign, Usability
🔄 Erfahrung im agilen Umfeld, Scrum Master
⚙️ Tech-Verständnis

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Ux analyse

UX-Analyse von LanguageTool: Deutsch 1+, UX nachsitzen

Deutsch 1+, UX Wackelkandidat. LanguageTool überprüft als Schreibassistent Rechtschreibung, Kommas und Co., das ist ausgesprochen hilfreich. Allerdings ist im Hinblick auf die UX Luft nach oben. Dabei ließe sich das (vermutlich) ohne großen finanziellen Aufwand verbessern.

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